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Bowlingmeisterschaft in Niederbüren

Endspiel vom 12. August 2011

Dank eines nie gefährdeten 6:1 Sieges über Team Verwandtschaft verteidigte Team Kameradschaft mit Peter Simon und Markus Vonlanthen souverän den Titel des inoffiziellen Bowlingmeisters des Schachklub Flawil. Lediglich zu Beginn und während einer kurzen Phase in der Mitte des Wettkampfes konnten Albin und Fredi Dönni den entfesselt aufspielenden Kameraden Paroli bieten.

Bereits vor Beginn des Wettkampfes griffen die Kameraden tief in die psychologische Trickkiste, liessen sie doch ein brandneues T-Shirt drucken, auf dessen Rückenpartie gut sichtbar zwei majestätische Kronen aufgedruckt sind. Die Idee dahinter war, Fredi und Albin so bei jeder Ballabgabe vor Augen zu führen, wer der amtierende Champion ist, und so unterbewusst Druck auf die Verwandten auszuüben.

Nach 15 Minuten Spielzeit konnte jedoch festgestellt werden, dass dieser Schuss für die Kameraden ‚nach hinten losgegangen’ war. Fredi und Albin waren ob dieser offensichtlichen Provokation derart motiviert, dass sie nach den ersten vier Frames mit 2 Strikes und 5 Spares nur gerade ein einziges offenes Bild hinterlassen hatten und gegenüber den Kameraden bereits einen Vorsprung von 43 Pins herausgespielt hatten! Ein völlig missratenes 6. Frame von Fredi Dönni mit lediglich einem gefallenen Pin liess jedoch die Kameraden wieder ins Spiel zurückfinden. Vor allem Peter Simon hatte nun Blut geleckt: Mit einer Serie von mehreren Spares gefolgt von 8er oder 9er Anwürfen war er der Hauptverantwortliche, dass bis zum 8. Frame praktisch wieder Gleichstand herrschte. Ein Strike aus dem Nichts heraus von Markus im 9. Frame bedeutete dann aber die Vorentscheidung in diesem hart umkämpften ersten Spiel, weil alle anderen Spieler ein offenes Bild beklagten. Als dann Pidi im nächsten Wurf gleich auch noch einen Strike hinterher schickte, war die Sache endgültig gegessen und die 1:0 Führung der Kameraden perfekt.

Der Schwung und das ansprechende Niveau aus dem 1. Durchgang mit einem Pindurchschnitt von 132,5 konnten von fast allen Teilnehmern in die 2. Runde mitgenommen werden. Einzig Fredi Dönni konnte die Pace nicht ganz beibehalten und überbot das ‚Par’ mit 103 Punkten nur knapp. So war Albin trotz starkem Bowling gegen die souverän auftrumpfenden Kameraden auf verlorenem Posten und das zweite Spiel des Abends wurde mit 292:227 eine klare Beute für das Team Kameradschaft.

Auch das dritte Spiel schien zuerst ganz nach dem Gusto von Team Kameradschaft zu verlaufen. Zwei Strikes von Peter Simon gleich zu Beginn sorgten für einen beruhigenden Vorsprung. Vor dem 3. Frame stellte dann jedoch der Bowlingbahnbetreiber das Licht auf Discobeleuchtung um. Fredi stellte sich am schnellsten auf die neuen Lichtverhältnisse ein und nach dem 4. Frame hatten die Verwandten dank Fredis starken Würfen ihren Rückstand bereits wieder wettgemacht. Unvermittelter Dinge fiel dann aber Fredi Dönni urplötzlich in ein länger anhaltendes Tief. Die einzige Konstante in Fredis Spiel war, dass er den 7er Pin linksaussen mit traumwandlerischer Sicherheit traf. Das Pech für Team Verwandtschaft war, dass manchmal ausser dem 7er Pin kein weiterer Kegel fiel…! Die Kameraden konstatierten dies mit Wohlwollen und spotteten fortan über den ‚Christian Levrat – Pin’ in Anspielung auf die linke Position des 7er Pins. Von Fredis Schwächeperiode wurden im Verlauf des Durchganges auch sein Mitspieler Albin und Kamerad Pidi angesteckt. Einzig Kamerad Markus konnte sich dieser Negativspirale entziehen und seine 144 Pins reichten komfortabel aus, um Team Kameradschaft mit 3:0 in Front zu bringen.

Wer nun aber vom Team Verwandtschaft Resignation erwartet hatte, sah sich im 4. Durchgang eines Besseren belehrt. Albin gelangen hohe Anwürfe im Minutentakt und er zeigte anschliessend Finisseurqualitäten, indem er die restlichen Pins in schöner Regelmässigkeit abräumte. Dadurch konnte Albin seinen Mitspieler Fredi aus dessen Formtief herausreissen. Gleichzeitig fingen sowohl Markus wie auch Peter an, den vordersten 1er Pin regelmässig zu verfehlen, womit hohe Anwürfe eher die Ausnahme als die Regel waren. Ohne gefallenen 1er Pin waren die Kameraden schlussendlich chancenlos und Team Verwandtschaft verkürzte dank eines 230:203 Sieges im 4. Durchgang auf 3:1.

Da Albin im 5. Durchgang seinen guten Lauf beibehalten konnte, sich aber Pidi auf Seiten der Kameraden massiv steigern konnte, verlief das Spiel vorerst ausgeglichen. Die Flaschen der Bowlingbahn hiessen zu diesem Zeitpunkt eindeutig Markus und Fredi. Fredi litt weiterhin unter dem Christian Levrat – Effekt während Markus trotz Kaltwasserdusche seines Kopfes keinen Fuss mehr vor den anderen brachte. Erst ein Getränkewechsel von Bier zu Strikemakern aus Pfirsichschnäpsen oder Wodka brachte bei Markus wieder die gewünschte Treffsicherheit zurück, während bei Fredi weiterhin sämtliche Heilmittel versagten. So endete der 5. Durchgang mit einem 225:206 zu Gunsten der Kameraden, was mit dem Zwischenstand von 4:1 der Entscheidung in diesem Wettkampf und somit der erfolgreichen Titelverteidigung durch Team Kameradschaft gleichkam.

Es ist verständlich, dass mit der Entscheidung des Wettkampfes die Spannung auf der Bowlingbahn etwas nachliess. Dass aber gleich Markus, Albin und Fredi bis zum Schluss des Durchganges mit dem Par zu kämpfen hatten, hatte seine Ursache wohl auch in der immer drückender werdenden Hitze in der Bowlinghalle zu suchen. Einzig Peter Simon erwies sich in der 4. Spielstunde als hitzeresistent und somit zahlte es sich für ihn und das Team Kameradschaft aus, dass sich die Kameraden vor dem Wettkampf in Erwartung von hohen Temperaturen zum Tragen von kurzen Hosen entschlossen hatten. Diese kühlend wirkende Beinfreiheit beflügelte Pidi zu einem Score von 140 Pins, was in diesem Durchgang die mit Abstand beste Performance betrug und für die 5:1 Führung von Team Kameradschaft verantwortlich war.

Die Geschichte des letzten Umganges ist schnell erzählt: Albin hatte keine Lust mehr auf Bowling, Pidi vielleicht das eine oder andere Bier zuviel getrunken und Fredi stand völlig verunsichert auf der Bowlingbahn wie ein Teenager vor dem ersten Rendez-vous. Jedenfalls schaffte es keiner von den dreien, auch nur in die Nähe vom Par zu gelangen. Als dann Markus nach den ersten beiden Würfen und offenen Bildern verkündete, dass er sich nun zusammenreissen werde und mit 140 Pins aufhören werde, erntete er nur Gelächter und mitleidiges Kopfschütteln. Mit 4 Spares hintereinander, kurz unterbrochen von zwei Strikes, und 8er oder 9er Anwürfen setzte Markus aber sein Versprechen in die Tat um und erzielte gar mit 158 Pins eine neue Tagesbestmarke.

Somit gelang es dem Team Kameradschaft, die Herausforderung der Verwandten zum zweiten Mal im 2011 mit einem 6:1 Kantersieg abzuwehren und die Regentschaft auf dem klubinternen Bowlingthron um weitere Monate zu verlängern. Der Sieg der Kameraden geht auch in dieser Höhe in Ordnung – an diesem Abend war der Titelverteidiger den Herausforderern in allen Belangen überlegen.

Statistiken zu Wettkampf Team Kameradschaft : Team Verwandtschaft

Spiel
Resultat
Zwischenstand
Best Player
1
278:252
1:0
146 Punkte Markus
2
292:227
2:0
156 Punkte Markus
3
250:215
3:0
144 Punkte Markus
4
203:230
3:1
130 Punkte Albin
5
225:206
4:1
132 Punkte Albin
6
250:208
5:1
140 Punkte Pidi
7
243:151
6:1
158 Punkte Markus
Total 1741:1489    

Sonderkategorien:

Anzahl Strikes:
11 Markus (somit offizieller Strikemaster)
8 Albin
6 Fredi
6 Pidi
Anzahl Spares:
25 Markus (somit offizieller Sparemaster)
20 Pidi
17 Albin
14 Fredi
Rillenkönig
(=Nuller, wenn noch alle 10 Pins stehen)
4 Fredi
2 Albin
Kategorie Anwurfchampion
(= Anzahl Pins mit der 1. Kugel)
535 Markus (somit offizieller Anwurfchampion)
491 Pidi
447 Albin
408 Fredi
Worst Performance
74 Fredi
76 Albin
85 Pidi
110 Markus
         

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Endspiel vom 7. Januar 2011

Mit einem letztendlich diskussionslosen 6:1 Kantersieg über Team Verwandschaft verteidigte Team Kameradschaft den Titel des inoffiziellen Bowlingmeisters des Schachklub Flawil. Obwohl die Verwandten bis zur Mitte des Wettkampfes einen gleichwertigen Gegner abgaben, entschieden einige Big Points der amtierenden Bowlingmeister Pidi und Markus den Tag zugunsten von Team Kamerad-schaft.

Achtung, Fertig, Los! Mit einem trockenen Strike im ersten Wurf setzte Fredi Dönni nicht zum ersten Mal in einer Finalbegegnung die Kameraden mächtig unter Druck. Weder Pidi noch Markus konnten diese Kampfansage kontern, wobei vor allem Markus seine einjährige Bowlingbahn-Abstinenz mit einer ungewollten Rille im 2. Schuss untermauerte. Nach gerade mal 5 Frames freuten sich Albin und Fredi über einen Vorsprung von 40 Pins. Plötzlich drehten aber die Kameraden auf und holten Pin um Pin auf. Dank Zusatzwürfen im 10. Frame kamen die Kameraden noch bis auf 5 Pins an die Ver-wandten heran, welche dann aber den ersten Durchgang doch mit 259:254 für sich entscheiden konnten.

Die Antwort der amtierenden Bowlingchampions fiel eindrücklich aus: Mit einem Spareverhältnis von 11:4 deklassierten die Kameraden im 2. Durchgang Team Verwandschaft geradezu und glichen mit einem Rekordvorsprung von 79 Pins zum 1:1 aus. Dieses klare Ergebnis verleitete Fredi zum Ausspruch: „Ihr gewinnt die klaren Umgänge, aber die knappen Entscheidungen werden wir für uns entscheiden!“ – Er sollte unrecht behalten…!

Im 3. Durchgang lieferten sich die Teams ein spannendes Kopf an Kopf Rennen. Nach dem 8. Frame lagen die Kameraden mit 4 Pins in Front. Dieser Vorsprung war aber nach den Würfen von Albin und Pidi bereits Geschichte. Zwar hinterliessen beide ein offenes Bild, aber während Albin 9 Pins traf, räumte Pidi nur 3 Pins ab. Fredi hingegen fegte mit einem Spare souverän die Bahn leer. Damit war Markus gezwungen, ebenfalls alle Pins abzuräumen, wollte er die Kameraden noch weiterhin im Geschäft halten. Nach einem 8er Split wähnten sich Albin und Fredi bereits 2:1 in Führung, aber Markus schaffte mit einem Präzisionswurf das nicht mehr für möglich gehaltene und realisierte ebenfalls einen Spare. Somit musste das 10. und letzte Frame über Sieg oder Niederlage Klarheit verschaffen. Fredi zeigte sich der Nervenbelastung nicht gewachsen, denn sein doppelt zählender Anwurf missriet ihm mit einem einzigen Pin völlig. Doch auf Seiten der Kameraden hinterliess auch Pidi ein offenes Bild. Albin hingegen pfefferte unbekümmert einen Strike auf die Bahn, gefolgt von 8 weiteren Pins. Somit musste Markus erneut mindestens einen Spare realisieren, um Durchgang 3 den Kameraden zu sichern. Wie schon im 9. Frame stand Markus das nötige Glück bei und sein Spare gefolgt von 7 Pins im Zusatzwurf liess die Waagschale knapp mit 276:270 auf die Seite der Kameraden kippen.

Wie nicht anders zu erwarten, fielen die Verwandten nach dieser sehr unglücklichen Niederlage in ein Zwischentief. Weder Fredi noch der bisher äusserst souverän spielende Albin kriegten mehr einen Fuss vor den anderen. Albin gelang dabei sogar das ungewollte Kunststück, in allen zehn Frames ein offenes Bild zu hinterlassen, wobei bei insgesamt sieben 9er Würfen (!) zugegebenermassen auch viel Pech im Spiel war. Der 4. Durchgang endete mit 242:192 und brachte die Kameraden mit 3:1 in Front.

Im 5. Durchgang rappelten sich die Verwandten aber nochmals auf und stemmten sich vehement gegen die drohende Niederlage. Nach dem 8. Frame lagen die beiden Teams genau gleichauf. Nach einem Spare von Pidi und Fredi im 9. Frame, sowie einem offenen Bild durch Albin, buchten jedoch die Kameraden dank eines Strikes von Markus erneut den Big Point auf ihr Konto. Der Schlussstand von 252:243 bedeutete nicht nur den Wettkampfsieg sondern gleichzeitig auch die erfolgreiche Titel-verteidigung für das Team Kameradschaft.

Mit der Entscheidung in dieser Begegnung fiel erwartungsgemäss auch das Niveau auf der Bowlingbahn. Dies hatte jedoch völlig unterschiedliche Ursachen. Während Fredi nach guten Anwürfen jeweils Finisseurqualitäten vermissen liess (aus 10 Anwürfen mit mindestens 8 Pins realisierte Fredi in den letzten beiden Durchgängen gerade mal noch einen einzigen Spare), überdosierten die Kameraden das Zielwasser mit Wodka Lemon und Pfirsichschnäpsen… Und bei Albin ging nach dem 5. Durchgang einfach die Motivation verloren.

Kein Wunder, kam unter diesen Umständen fast Grümpelturnierstimmung auf. So wünschten sich die Kameraden in den Durchgängen 6 und 7 zeitweise sogar gegenseitig schlechte Würfe, weil jeder den prestigeträchtigen Titel des Best Player pro Durchgang gewinnen wollte. Pidi bewies in beiden Fällen das bessere Stehvermögen und sicherte sich verdientermassen die Best Player Auszeichnung in Runde 6 und 7.

Mit dem höchsten Finalsieg seit Bestehen dieses Bowlingevents feierte Team Kameradschaft die erfolgreiche Titelverteidigung und lässt potentiellen Herausfordern ausrichten, dass es ihnen auf dem Bowlingthron ausgezeichnet gefällt. Ein aufmunterndes – KOPF HOCH geht an Team Verwandschaft – Grosse Persönlichkeiten stehen nach Niederlagen immer wieder auf. Macht’s auch so!

Statistiken zu Wettkampf Team Kameradschaft : Team Verwandtschaft

Spiel
Resultat
Zwischenstand
Best Player
1
254:259
0:1
134 Punkte Albin
2
305:226
1:1
162 Punkte Markus
3
276:270
2:1
152 Punkte Markus
4
242:192
3:1
154 Punkte Markus
5
252:243
4:1
134 Punkte Albin
6
231:171
5:1
119 Punkte Pidi
7
248:192
6:1
125 Punkte Pidi
Total 1808:1553    

Sonderkategorien:

Anzahl Strikes:
9 Pidi (somit offizieller Strikemaster)
9 Markus
8 Fredi
7 Albin
Anzahl Spares:
31 Markus (somit offizieller Sparemaster)
21 Pidi
17 Albin
17 Fredi
Rillenkönig
(=Nuller, wenn noch alle 10 Pins stehen)
6 Albin
1 Markus
1 Fredi
1 Pidi
Kategorie Anwurfchampion
(= Anzahl Pins mit der 1. Kugel)
538 Markus (somit offizieller Anwurfchampion)
499 Pidi
495 Fredi
451 Albin
Worst Performance
72 Albin
88 Pidi
93 Fredi
112 Markus
         

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